Ortsgeschichte

Bereits 1305 waren Bräunlingen vom Hause Habsburg die Stadtrechte verliehen worden. Bräunlingen und seine Gemarkung, der „Zwing und Bann“, waren 500 Jahre lang, vorderösterreichisch – eine Exklave inmitten der fürstenbergischen Landgrafschaft Baar. Erfolgreich haben sich die Bräunlinger im Laufe dieser Geschichte immer wieder gegen eine Vereinnahmung durch die Grafen von Fürstenberg gewehrt. Viele Objekte, darunter der Gemarkungsplan von 1591, ein dreidimensionales Stadtmodell, das Richtschwert oder auch Gemälde, Zeichnungen und Fotos, sowohl von historisch bedeutsamen Persönlichkeiten als auch von Baudenkmälern, lassen Ereignisse und Epochen lebendig werden.
Uraltes Siedlungsgebiet war das spätere Bräunlingen bereits in vor- und frühgeschichtlicher Zeit. Archäologische Untersuchungen brachten bedeutendere Funde aus der Jungsteinzeit zu Tage. Beachtlich ist aber die Entdeckung eines sehr großen Hügelgräberfeldes „Auf Guldenen“ und der Hügelgräber „In Niederwiesen“.
Als sensationell gelten die ebenfalls im Gewann Niederwiesen entdeckten Gräber alamannischer Adeliger aus dem 5. und 6. Jahrhundert n.Ch., in denen unter anderem eine sogenannte Goldgriffspatha, eine unzerstörte Glasflasche und ein goldener Siegelring gefunden worden sind. Diese überregional bedeutenden Objekte werden im Museum für Ur- und Frühgeschichte in Freiburg gezeigt; in Bräunlingen können identische Nachbildungen - und auch einige Originale – bewundert werden.

Lanzenreiter aus alamannischem Grab

Geld- und Urkundentruhe

Öffnungszeiten:
Jeden ersten Sonntag im Monat von 14-17 Uhr geöffnet!

Eintrittspreise