Kunstgeschichte

Maria und Johannes
Maria und Johannes
Skulpturen aus Mistelbrunn
Skulpturen aus Mistelbrunn
Heiliger Sebastian
Heiliger Sebastian

Kunstsammlung der Stadt Bräunlingen

Die Kunstsammlung der Stadt Bräunlingen umfasst Skulpturen, Gemälde und grafische Werke vom 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart in einer für eine Stadt vergleichbarer Größe erstaunlicher Qualität und Quantität.

Neuere und neuste Erwerbungen werden in wechselnden Ausstellungen gezeigt, bzw. finden sich als Raumschmuck im Rathaus.

Älteste und bedeutendste Objekte in der Kunstabteilung des Kelnhof-Museums sind die Lindenholzskulpturen von Maria und Johannes aus der Zeit um 1225. Sie sind Teil einer Kreuzigungsgruppe aus der Bräunlinger St. Remigiuskirche und werden mit dem Kloster Reichenau, das hier Besitz hatte, in Verbindung gebracht. Demnach entstanden sie vermutlich auch im Umkreis des Inselklosters. Die flachen Figuren mit den Resten alter, farbiger Fassung haben einen berührend innigen, schlichten Ausdruck. Die unter dem Kreuz trauernde Mutter Jesu weist mit der einen Hand auf das (nicht erhaltene) Kreuz. Der Apostel Johannes hat in einer uralten Gebärde der Trauer eine Hand an seine Wange gelegt.

Vom Mittelschrein des spätgotischen Flügelaltars der St. Remigiuskirche stammen die fünf  Skulpturen ( Johannes der Täufer, Katharina, Barbara, Remigius von Reims und in der Mitte die Madonna mit dem Jesuskind) aus der Zeit um 1470 bis 1480.

Aus der  Markuskapelle des kleinen Bräunlinger Stadtteils Mistelbrunn, einer Gründung des Klosters Reichenau, stammen drei mittelalterliche Holzskulpturen: eine Heilige Katharina, ein nicht näher bestimmbarer heiliger Bischof, sowie – eine wirkliche Seltenheit –  die Büste des Heiligen Markus, die sowohl Behälter für ein Partikel der kostbaren Markusreliquien des Klosters, als auch Opferstock für die Münzen der Pilger war. Bei archäologischen Untersuchungen 1971 kamen tatsächlich zahlreiche Münzen aus einem weiten Verbreitungsgebiet vom 13. bis 18. Jahrhundert zu Tage.

Bewundernde Blicke zieht auch ein in Holz gearbeitetes Relief eines Heiligen Sebastian auf sich, das Bestandteil eines unbekannten spätgotischen Flügelaltars (wahrscheinlich der Ulmer Schule) war.

Unter den Gemälden besonders erwähnenswert sind eine Anbetung der Heiligen Dreikönige, ein meisterhaftes Porträt eines Freiherren von Schellenberg und eine frühbarocke Marienkrönung. Von besonderer Bedeutung für die Kulturgeschichte der Stadt Bräunlingen ist die Darstellung der aus Innsbruck stammenden Familie des Bräunlinger Oberschultheißen Johann Baptist Gumpp aus dem 18. Jahrhundert.

In der über diesem Raum liegenden Galerie sind Werke der Bräunlinger Maler des 19. Jahrhunderts ausgestellt: Weitere Informationen zu den Malern des 19. Jahrhunderts finden Sie hier…

Schriftenreihe der Stadt Bräunlingen

  • Bd. 2 „Spurensuche – Die Bräunlinger und ihre Stadt“
  • Bd. 3 „Kunstwerke aus dem Kelnhof-Museum“
  • Bd. 6 „Johann Baptist Tuttiné – Biographische Skizzen“
Heilige Dreikönige
Heilige Dreikönige
Freiherr von Schellenberg
Freiherr von Schellenberg
Genreszene von J.B. Tuttiné
Genreszene von J.B. Tuttiné